Auf einmal ist jeder Experte

wenn es um die Krim geht. Genau so wie vorher beim Aufstand in Kiew weiß der medien-(un)gebildete Deutsche natürlich genau was da abgeht.

Meinung 1: Putin ist ein Verbrecher!

Der Aufstand in Kiew war ein Volksaufstand, ergo kann alles was daraus – durch den Sieg der Aufständischen – geworden ist nur legitim und gut sein. Die Besetzung der Krim ist ein Akt der Aggression – auf der Krim und im Osten der Ukraine gibt es kaum jemanden der mit Russland sympathisiert. Die Ukrainer wollen alle die neue Regierung. Aus die Maus! Der Westen soll einschreiten!

Meinung 2: Putin ist zwar kein Held aber er hat Recht!

Der Aufstand in Kiew hatte hehre Motive, wurde aber durch ukrainische Faschisten übernommen und somit ist die Besetzung der Krim zwar verwerflich, sie ist aber erforderlich um die Russen die dort leben zu beschützen. Die neue ukrainische Regierung besteht aus Faschisten und muss weg. Aus die Maus! Der Westen soll sich raushalten!

Polarisiert doch weiter, ich habe keine Ahnung was genau dort abgeht in der Ukraine – ich weiß nur was die Medien berichten.

Auf einige Probleme möchte ich aber hinweisen:

1. Ob der Kiewer Aufstand ein Volksaufstand war ist fraglich. Er war ein Aufstand der Hauptstädter, oder eines Teiles derer. Was in der Provinz gewollt war, z.B. im Donezkbecken oder auf der Krim – das weiß niemand. Interessiert auch keinen.

2. Was denkt die, zu großen Teilen russische, Bevölkerung auf der Krim wirklich? Ich kenne nur die Statements die medienwirksam verbreitet wurden.

3. Will das ukrainische Volk eine Regierung durch Klitschko und Timoschenko und die ukrainischen Nationalisten? Hat jemand das Volk gefragt?

Ich vermeine zu wissen: „Das ukrainische Volk will keinen Krieg!“ Weder um die Krim, noch darüber wer es in den nächsten Jahren verarschen soll.

Schon gar keinen Krieg durch die NATO.

Das reicht mir, da brauche ich kein Experte zu sein.

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